Die GEW stellt sich klar an die Seite der Eltern, Kinder und Beschäftigten der Kita und unterstützt die Petition zum Erhalt dieser einzigartigen Einrichtung ausdrücklich. Wir rufen alle Kolleg*innen, Eltern und Unterstützer*innen dazu auf, die Petition zu unterschreiben und weiterzuverbreiten.
Die Kita Elfenwiese soll zum 01.09.2026 dauerhaft geschlossen werden. Der Träger, die Elbkinder, begründet dies mit angeblich nicht wirtschaftlich tragbaren Sanierungskosten infolge eines Marderbefalls. Für uns ist klar: Kostenargumente dürfen nicht zur Schließung eines pädagogischen Kompetenzzentrums führen, das seit Jahrzehnten gelebte Inklusion praktiziert.
Die Kita Elfenwiese ist weit mehr als eine gewöhnliche Kindertageseinrichtung. Hier wurde Inklusion gelebt, lange bevor der Begriff breit etabliert war. Kinder mit und ohne Behinderung lernen und wachsen hier gemeinsam, begleitet von hochqualifizierten Fachkräften, stabilen Beziehungen und umfassenden heil- und sonderpädagogischen Kompetenzen. Gerade für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf sind diese gewachsenen, vertrauten Strukturen von unschätzbarem Wert.
„In der Kita Elfenwiese arbeiten Heilerziehungspfleger*innen, Erzieher*innen und Therapeut*innen fest angestellt und eng im Team zusammen. Ergänzend stehen Psycholog*innen sowie eine Kinderärztin beratend zur Verfügung. Diese multiprofessionelle Struktur ermöglicht eine individuelle und bedarfsgerechte Förderung jedes einzelnen Kindes weit über reine Pädagogik hinaus. Die geplante Schließung der Kita gefährdet aus unserer Sicht unmittelbar das Kindeswohl. Insbesondere für Kinder mit Entwicklungsverzögerungen, Behinderungen oder besonderem Förderbedarf bedeutet der Verlust eines vertrauten Umfelds, eingespielter Fachkräfte und bewährter heilpädagogischer Strukturen eine unzumutbare Belastung. Solche Brüche widersprechen allem, wofür kindgerechte Bildung, Förderung und Schutz stehen“, so Varsenik Vardanyan, KiJu-Referentin der GEW Hamburg.
„Mit der Kita Elfenwiese würde eines der wenigen tatsächlich inklusiven Angebote im Hamburger Süden wegfallen. Hier wird Inklusion nicht nur als Konzept beschrieben, sondern seit Jahren konsequent gelebt. Diese gewachsenen Versorgungs- und Förderstrukturen sind nicht ersetzbar und dürfen nicht aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben werden“, ergänzt Sven Quiring, Vorsitzender der GEW Hamburg.
„Die Kita Elfenwiese gibt es seit 1976, sie war von Anfang an ausgerichtet auf die Betreuung von Kindern mit erhöhtem Förderbedarf. Ausgerechnet die hat man am Ende immer weiter vor sich hinmodern lassen. Sie wurde in all den Jahren meines Wissens nie saniert, während zum Beispiel das Flachdach der Schule nebenan zu einem Spitzdach umgebaut wurde, um das Reinregnen zu verhindern. Mut machen wir die vielen positiven Reaktionen aus der Politik und der Harburger Gesellschaft“, so Yvonne Steinhorst, die Initatorin der Petition.
Als GEW sagen wir ganz klar: Eine Kita mit einem derart einzigartigen Konzept muss erhalten bleiben. Wir setzen uns mit Nachdruck gegen ihre Schließung ein und solidarisieren uns mit den Eltern und Beschäftigten.
👉 Unterstützt die Petition und setzt ein Zeichen für Inklusion:
https://www.change.org/p/kita-elfenwiese-muss-erhalten-bleiben
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