GEW Hamburg

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft - Landesverband Hamburg
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Geschrieben von: 
Presseredaktion
GEW fordert SPD, GAL und Linke auf, jetzt gemeinsam Studiengebühren abzuschaffen

Anlässlich der heute vorgestellten Forderung der Bürgerschaftsfraktion DIE LINKE, die Studiengebühren in Hamburg ab dem Sommersemester 2011 abzuschaffen, fordert der Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft / GEW Hamburg, Klaus Bullan die Bürgerschaftsfraktionen SPD, GAL und DIE LINKE auf, ihre immer wieder vorgetragene Ablehnung der Studiengebühren nun in einen gemeinsamen Beschluss gegen die CDU durchzusetzen: „Die Mehrheit der drei Fraktionen sollten der jetzigen Rumpfregierung das Heft aus der Hand nehmen und gemeinsam für ein gebührenfreies Studium stimmen“.
Die GEW lehne Studiengebühren ohne Wenn und Aber ab, so Bullan. „Hamburg kann nun den Vorreitern Hessen und Saarland folgen und mit Blick auf die überzeugenden Argumente Studiengebühren schnellstmöglich wieder abschaffen.“

„Studiengebühren stehen“, so Bullan, „dem Ziel einer weiteren sozialen Öffnung der Hochschulen entgegen, weil sie auf bildungsbenachteiligte Schichten abschreckend wirken. Zusätzlich verstärken sie die soziale Bildungsungleichheit im Studium, da sich die effektiven Studienkosten für Studierende aus einkommensschwächeren Herkunftsfamilien verteuern. Durch Studienkredite wird die Chancenungleichheit in die Zeit nach Abschluss des Studiums hinein verlängert. Die Kürzungsrunde des Senats hat offenbart, dass Studiengebühren weder zu einer Verbesserung der Studiensituation beitragen, noch den Hochschulen zusätzlich zu den Grundmitteln zu Gute kommen, sondern schlicht der Sanierung des Haushalts dienen. Unterm Strich spricht alles für die Abschaffung und nichts für die Beibehaltung der Studiengebühren.“