GEW Hamburg

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft - Landesverband Hamburg
Foto mit GEW-Logo

Hamburg ist tief gespalten – fast jede*r sechste Hamburger*in ist von Armut bedroht

Geschrieben von: 
Webredaktion
Neuer Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes vorgestellt
Logo

Nach dem aktuellen Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes stieg das Armutsrisiko in Hamburg 2018 nach zuletzt positiver Entwicklung auf 15,3 Prozent und liegt damit auf dem Niveau der bundesweiten Armutsquote (15,5 Prozent). Zu den Hauptrisikogruppen zählen Erwerbslose (51%), Alleinerziehende (39,1%), Familien mit drei oder mehr Kindern (33,3%) sowie Menschen mit Migrationshintergrund (29,3%). Die Armutsgefährdungsquote der Kinder unter 18 Jahren ist auf 21,7 Prozent gestiegen.

Die Armutsgefährdungsquoten im Armutsbericht des Paritätischen beziehen sich auf das Jahr 2018. Datengrundlage ist der Mikrozensus, eine jährliche Befragung der statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Die Teilnahme am Mikrozensus ist gesetzlich verpflichtend. Für einzelne Hamburger Bezirke und Stadtteile liegen keine Armutsrisikoquoten vor.

Als armutsgefährdet gilt, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens (Median) aller Haushalte zur Verfügung hat. Bei Einpersonenhaushalten betrug diese Armutsschwelle im Jahr 2018 1.035 Euro, bei einer Familie mit Kindern unter 14 Jahren 2.174 Euro.

Die Einkommensreichtumsquote ist definiert als Anteil der Personen, die mehr als das Doppelte des mittleren Einkommens zur Verfügung haben.

Den vollständigen Armutsbericht des Paritätischen Gesamtverbandes gibt es hier: http://www.der-paritaetische.de/schwerpunkte/armutsbericht/.