Ob Veranstaltung zum Internationalen Tag der Muttersprache, politische Gespräche zum Herkunftssprachlichen Unterricht oder gewerkschaftliche Vernetzung – der LAMBDA (Landesausschuss für Migration, Bleiberecht, Diversität und Antirassismus) der GEW Hamburg hat im ersten Halbjahr 2026 zahlreiche Impulse für mehr Bildungsgerechtigkeit und sprachliche Vielfalt gesetzt.
Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit des LAMBDA war die Mehrsprachigkeit und der Herkunftssprachliche Unterricht (HSU). Ein Höhepunkt war die gemeinsam mit dem Türkischen Lehrer*innenverband Hamburg (TÖDER) organisierte Veranstaltung zum Internationalen Tag der Muttersprache am 21. Februar in der Zentralbibliothek. Zehn Schulen, 13 migrantische Vereine sowie die UNESCO, die Universität Hamburg und die Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung beteiligten sich an dem vielfältigen Programm und machten deutlich, wie bereichernd sprachliche Vielfalt für Hamburg ist.
Auch bildungspolitisch brachte sich der LAMBDA aktiv ein. Er analysierte die Antwort des Senats auf die Große Anfrage der Linksfraktion zum Herkunftssprachlichen Unterricht und diskutierte die Ergebnisse mit Vertreter*innen der Linksfraktion sowie Wissenschaftler*innen der Universität Hamburg. Bei der Sitzung des Schulausschusses der Hamburgischen Bürgerschaft wurde zwar eine grundsätzlich positive Haltung zum HSU deutlich, konkrete Strategien für dessen Ausbau blieben jedoch aus. Der LAMBDA setzt sich deshalb weiterhin dafür ein, Mehrsprachigkeit als festen Bestandteil schulischer Bildung zu stärken.
Darüber hinaus beteiligte sich der LAMBDA an einer Online-Fachtagung des Bundesverbands für Türkisch und Mehrsprachige Bildung (BTMB), war mit Informationsständen beim Internationalen Kinderfest der Türkischen Gemeinde Hamburg und beim Hamburger Gewerkschaftstag vertreten und arbeitete in der Bundesarbeitsgemeinschaft Migration und Antirassismus (BAMA) an Anträgen zur Förderung der Mehrsprachigkeit sowie zur Anerkennung internationaler pädagogischer Abschlüsse mit. Ein wichtiges Anliegen ist dabei, praktische Unterrichtserfahrungen stärker in Anerkennungsverfahren einzubeziehen.
Neben dem Schwerpunkt Mehrsprachigkeit engagierte sich der LAMBDA auch international. Auf seine Initiative hin unterstützte die GEW Hamburg die Nothilfe für Rojava mit einer Spende und einem Spendenaufruf. Außerdem beteiligte sich der LAMBDA an einem bundesweiten Online-Austausch zur Situation inklusiver Bildung in Rojava und zu Möglichkeiten gewerkschaftlicher Solidarität.
Mit Veranstaltungen, fachlichem Austausch, politischer Interessenvertretung und gewerkschaftlichem Engagement hat der LAMBDA im ersten Halbjahr 2026 erneut gezeigt, wie wichtig eine starke Stimme für Mehrsprachigkeit, Antirassismus und Bildungsgerechtigkeit innerhalb der GEW ist. Wer sich in diesen Themen engagieren möchte, ist herzlich eingeladen, im LAMBDA mitzuarbeiten.
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