Am 26. September 2025 setzt die GEW Hamburg gemeinsam mit Lehrenden, Trägern, Betrieben, Verbänden und Teilnehmenden ein starkes Zeichen: Für eine nachhaltige Finanzierung des Gesamtprogramms Sprache, für faire Arbeitsbedingungen und für die Anerkennung der zentralen Rolle von Sprachkursen bei Integration, Teilhabe und beruflicher Perspektive.
Ein klares Signal an die Politik
Startpunkt des Aktionstags ist um 12 Uhr vor der Behörde für Inneres und Sport (Johanniswall 4). Dort soll das Forderungspapier zum Gesamtprogramm Sprache an Innensenator Andy Grote (angefragt) übergeben werden. Anschließend zieht eine Demonstration durch die Hamburger Innenstadt bis zum Jungfernstieg, wo von 13 bis 14 Uhr die Abschlusskundgebung stattfindet.
Warum wir auf die Straße gehen
Deutschland steht vor einer gewaltigen Herausforderung: Bis 2035 könnten bis zu sieben Millionen Fachkräfte fehlen. Ohne Zugewanderte lässt sich diese Lücke nicht schließen. Damit Integration gelingt, braucht es jedoch vor allem eines: Sprache. Integrations- und Berufssprachkurse sind das Fundament für gesellschaftliche Teilhabe und berufliche Perspektiven – und damit ein entscheidender Faktor für den sozialen Zusammenhalt und die wirtschaftliche Zukunft des Landes.
Doch genau dieses Fundament droht zu bröckeln. Seit Jahren werden die Mittel für das Gesamtprogramm Sprache nicht angepasst, die Kostensätze bleiben hinter der Kostenentwicklung zurück. Für viele Träger ist die Situation wirtschaftlich nicht mehr tragfähig, qualifizierte Lehrkräfte verlassen die Kurse, Strukturen gehen verloren. Gleichzeitig bleibt hunderttausenden Teilnehmenden die Chance auf einen erfolgreichen Abschluss und damit auf echte berufliche Chancen verwehrt.
Forderungen an die Bundesregierung
Das von der GEW und zahlreichen Verbänden getragene Forderungspapier ist eindeutig:
- Dauerhafte, auskömmliche Finanzierung des Gesamtprogramms Sprache
- Erhöhung und regelmäßige Anpassung der Kostenerstattungssätze
- Faire Einkommen und Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte
- Planungssicherheit für Träger und Beschäftigte
- Anspruch auf adäquate Sprachförderung für alle Zugewanderten
„Ohne eine verlässliche Finanzierung riskieren wir nicht nur die berufliche Zukunft tausender Zugewanderter, sondern auch den Verlust über Jahre aufgebauter Bildungsstrukturen. Das können wir uns als Gesellschaft nicht leisten“, warnt Detlef Zunker, Sprecher der Fachgruppe Erwachsenenbildung.
Gemeinsam auf die Straße
Die Botschaft des Aktionstags ist klar: Integration ist Zukunftsinvestition. Integration ist Daueraufgabe. Sie darf nicht länger von kurzfristigen Haushaltslagen abhängig gemacht werden.
Die GEW Hamburg ruft daher alle Lehrkräfte, Kursteilnehmenden, Träger und Unterstützer*innen auf: Kommt am 26. September zur Demonstration, zeigt Haltung und setzt gemeinsam ein starkes Signal für Sprache, Teilhabe und eine solidarische Gesellschaft!
Der Aufruf und das Forderungspapier sind im Anhang.
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