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"Vielfalt statt Einfalt" - "Unsere Wahl heißt Antifaschismus!"

Geschrieben von: 
Webredaktion
Lehrkräfte zeigen Haltung gegen Rechtspopulismus und Solidarität mit von der AfD angegriffenen Kolleg*innen
„Vielfalt statt Einfalt“ - „Unsere Wahl heißt Antifaschismus!“

Der Parteitag der Hamburger AfD in der Beruflichen Schule für Medien und Kommunikation (BMK) am Freitag, 10. Januar wurde begleitet von bunten und vielfältigen Aktivitäten.

Nachmittags fand ein Schulfest „Vielfalt statt Einfalt“ statt, zu dem sich Eindrücke unter bmk-hh und dem #medienschule finden. „Wir sind eine multikulturelle Schule, viele Flüchtlinge erwerben bei uns einen Schulabschluss, mit dem sie in eine Ausbildung gehen können“, so der Schulleiter.

Abends beteiligten sich gut 1000 Menschen an einer Gegenkundgebung und Demonstration des Hamburger Bündnis gegen Rechts unter dem Motto „Unsere Wahl heißt Antifaschismus!“, auf der u.a. Jule Klemme von der GEW Betriebsgruppe der Max-Brauer-Schule redete. Ihre Rede findet sich unten.

Die AfD kritisierte diese Aktivitäten als "schändlich für unsere Demokratie". „Dass die AfD ein Schulfest und eine Kundgebung als ‚schändlich für unsere Demokratie‘ bezeichnet, sagt eine Menge über deren Demokratieverständnis aus und macht deutlich, dass sie alles verbieten möchte, was ihr nicht gefällt. Im Gegensatz dazu sind genau solche Feste und demonstrativen Aktionen Teil lebendiger und gelebter Demokratie. Diese Partei mag demokratisch in die Bürgerschaft gewählt sein, vertritt jedoch offensichtlich undemokratische Haltungen und wird hoffentlich im Februar aus der Bürgerschaft gewählt“, kommentiert Fredrik Dehnerdt, der stellvertretende Vorsitzende der GEW Hamburg.

In diesem Kontext erfreulich ist zudem eine weitere Solidaritätserklärung mit der Max Brauer Schule, diesmal von der Personalversammlung der Staatlichen Fachschule für Sozialpädagogik (FSP II), die sich ebenfalls unten findet. Die Max Brauer Schule geriet ins Visier der AfD, nachdem dort eine Veranstaltung der GEW-Betriebsgruppe unter dem Titel „Wie gefährlich ist die Antifa“ stattfand. Die AfD wollte diese verbieten, was von Seite der Behörde zurückgewiesen wurde. In der Erklärung heißt es u.a.: „Angesichts der gesellschaftlichen Herausforderungen durch Klimawandel, rassistischen Terror oder soziale Ungleichheit sind engagierte Lehrkräfte unerlässlich. In Anbetracht von Fake-News, Verschwörungsideologien oder menschenfeindlichen Enthemmungen brauchen wir Schulen mit Courage.“ Dem schließt sich die GEW an!

Bilder: (c) Christian Charisius/NDR und (c) Medienschule/bmk

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