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Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft - Landesverband Hamburg
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Koalitionsverhandlungen: Krise ist keine Entschuldigung, Zusagen zu vergessen und Forderungen zu ignorieren

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Webredaktion
„Wo bleibt die unabhängige wissenschaftliche Untersuchung über die reale Arbeitszeit und Arbeitsbelastung der Lehrkräfte in Hamburg?“
Foto: Dehnerdt / GEW Hamburg

Aktuell laufen die Koalitionsverhandlungen zwischen der SPD und den Grünen. Als GEW haben wir mehrfach schriftlich unsere Kernforderungen den Koalitionären übermittelt:

- Mindestens 2 Stunden Entlastung pro Pädagog*innenstelle für Kooperation und Kommunikation,

- eigenständige Zuweisung der Funktionszeiten für Schulleitungsaufgaben über den „Kollegiumstopf“ hinaus,

- 20 Stunden Unterrichtshöchstgrenze für eine Lehrer*innenstelle,

- A bzw. E 13 für alle Grund und Mittelstufenlehrkräfte,

- eine unabhängige wissenschaftliche Untersuchung über die reale Arbeitszeit und Arbeitsbelastung der Lehrkräfte in Hamburg.

„Über die bisherigen Ergebnisse im Bereich Schule sind wir bitter enttäuscht! Dass unsere Forderungen sowohl SPD als auch Grünen bisher nicht einmal eine Antwort wert war zeigt die Wertschätzung fürs Personal gerade in der Krise mehr als deutlich. Doch die aktuelle Corona-Krise ist keine Entschuldigung, unsere legitimen Forderungen einfach zu ignorieren. Wir erwarten, dass die Krise nicht vorgeschoben wird, um die dringend notwendigen und in Teilen bereits vor der Krise angekündigten Verbesserungen umzusetzen,“ kommentiert Anja Bensinger-Stolze, Vorsitzende der GEW Hamburg.

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