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Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft - Landesverband Hamburg
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GEW zu Kürzungen in der Lehrer*innenbildung

Geschrieben von: 
Presseredaktion
„Ausbildung leidet unter mangelhafter Ausfinanzierung“

Zur Zeit wird in der Bürgerschaft eine Reform der Lehrer*innenbildung diskutiert und vorangebracht, die Teile des Studiums in erheblicher Weise verändern wird. Mitten in diese Phase der Diskussion wurden seitens der Schulbehörde die Ressourcen für die Betreuung von Praktikantinnen und Praktikanten erheblich gekürzt, wie in einem Schreiben von Landesschulrat Thorsten Altenburg-Hack den Schulen mitgeteilt wurde. Dies betrifft alle Praktikumsformate in den Lehramtsstudiengängen und trifft vor allem die Mentorinnen und Mentoren. Dabei werden sowohl das integrierte Schulpraktikum (ISP) als auch das Kernpraktikum (KP) immer wieder als gelungene und hervorragende Teile des Lehramtsstudiums hervorgehoben und stehen bundesweit für andere Studiengänge Modell.

„Es darf nicht sein, dass die Ausbildung unter mangelhafter Ausfinanzierung leidet. Dies ist weder der  Qualität der Ausbildung noch den Schulen zuträglich und wirft ein schlechtes Licht auf die Schulbehörde als Ausbilder und Arbeitgeber. Statt zu streichen, sollte die BSB dem Lehrkräftemangel an Schulen durch eine qualitativ hochwertige und ausfinanzierte Ausbildungsphase begegnen. Das gilt auch für das bewährte System vom integrierten Schulpraktikum und Kernpraktikum. Diese ersten Unterrichtsversuche müssen gut begleitet werden. Die GEW fordert den Senat auf, die Lehrer*innenbildung in den Fokus zu rücken und qualitativ zu verbessern, statt aus Kostenersparnisgründen einzuschrumpfen“, kommentiert Anja Bensinger-Stolze, Vorsitzende der GEW Hamburg.

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