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Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft - Landesverband Hamburg
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GEW begrüßt frühere Impfungen

Geschrieben von: 
GEW Hauptvorstand
Schutz vor Corona-Infektionen
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Zum Schutz vor Corona-Infektionen sollen sich Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen sowie Erzieherinnen und Erzieher in Kitas früher impfen lassen können als bisher geplant. Sie rücken damit von der dritten in die zweite Gruppe der Impf-Reihenfolge vor. Darauf verständigte sich die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag. Die Änderung der Impfverordnung soll voraussichtlich an diesem Mittwoch in Kraft treten. Sie betrifft etwa eine Million Menschen.

GEW hatte lange besseren Schutz angemahnt

„Die GEW begrüßt grundsätzlich, dass Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen sowie Erzieherinnen und Erzieher jetzt früher geimpft und in die Prioritätengruppe zwei aufrücken sollen“, sagte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe. Die GEW hatte lange einen besseren Schutz angemahnt. Zudem hatte sie im Vorfeld gefordert, dass auch die Lehrkräfte an Sonder- und Förderschulen, die keine Abstände halten und sich nicht schützen können, eher bei den Impfungen berücksichtigt werden. Marlis Tepe sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland zudem: „Nun muss aber auch das Impftempo deutlich erhöht werden, da die meisten Länder Schulen und Kitas bereits am Montag wieder geöffnet haben.“

In dem Entwurf des Bundesgesundheitsministeriums, das am Montag den Ländern zugeleitet worden war, heißt es laut der Deutschen Presse-Agentur: Die höhere Priorisierung solle eine zügige und sichere Umsetzung von Öffnungsstrategien der Länder bei Kitas und Grundschulen ermöglichen. Denn dabei werde es zu vielen, oft auch engen Kontakten kommen, zumal sich bei kleineren Kindern nicht alle Schutzmaßnahmen gut umsetzen ließen. Der Vorsitzende der Länder-Gesundheitsminister, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek (CSU) sagte: „Wir müssen Berufsgruppen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko schützen.“

Von den Gesundheitsministern wurde noch ergänzt, auch Förderschulen einzubeziehen. Die Bundesländer hätten sich ohne Gegenstimmen für diese neue Regelung ausgesprochen, erläuterte Holetschek.

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