Solidarität mit Max Heckel – Courage ist kein Dienstvergehen

18. August 2026Von: WebredaktionThema: Aktiv gegen Rechts
Bild: hlz

Solidaritätserklärung der Teilenehmer*innen der Veranstaltung „Wie die AfD den Kulturkampf in die Schulen trägt“:

Max Heckel ist Lehrer an einer Sekundarschule in Stendal, Sachsen-Anhalt. Er wehrt sich gegen die Abmahnung, die das Schulamt Halle im Herbst 2025 auf Betreiben der AfD gegen ihn verhängt hat. Das Schulamt wirft ihm Verletzung seiner Neutralitätspflicht vor, weil er sich, von Schüler*innen befragt, kritisch über die AfD geäußert hat. Zwar dürfen Schulen die ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen nicht überwältigen. Eine Neutralitätspflicht jedoch gibt es nicht; sie ist eine Erfindung der AfD zum Angriff auf demokratische Lehrkräfte. Der Verfassungsschutz stufte 2023 die AfD Sachsen- Anhalt als gesichert rechtsextremistische Partei ein. Das Verwaltungsgericht Magdeburg bestätigte in einem Urteil 2025, dass sie eine Partei ist, die »eine kämpferisch-aggressive Haltung gegenüber den elementaren Grundsätzen der Verfassung« einnimmt und fortlaufend die grundgesetzlich garantierte Menschenwürde untergräbt. Diese AfD bedroht in ihren hetzerischen Reden in und außerhalb des Parlaments, mit ihren Kleinen Anfragen, ihren denunziatorischen Beschwerden und nicht zuletzt mit ihrem ›Regierungsprogramm‹ Lehrkräfte, die ihren Auftrag zu demokratischer Erziehung ernst nehmen. Die Entscheidung des Schulamts gegen den Lehrer Max Heckel ist ein Dammbruch. Sie bestärkt die AfD und ermutigt sie zu weiteren Angriffen auf unliebsame Lehrkräfte. Wir Teilnehmer*innen der Veranstaltung ›Wie die AfD den Kulturkampf in die Schulen trägt‹ fordern das Schulamt in Halle auf, Rückgrat zu zeigen und die Abmahnung zurückzunehmen. Unsere Solidarität gilt Max Heckel und seinem Kampf für die Verteidigung der Demokratie. 

Mehr zum Thema findet sich in der hlz, Ausgabe Juli–September 2026 , S. 61 f.  

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