Am 27. Januar 2026, dem internationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, wurden junge Menschen in Hamburg zum 28. Mal mit dem BERTINI-Preis ausgezeichnet. Sie sind im Rahmen von sechs Projekten auf die Suche nach vergangenem und gegenwärtigem Unrecht gegangen und haben sich für ein gleichberechtigtes Miteinander engagiert. Beworben hatten sich 19 Projekte, dabei waren Schüler*innen aus 9 Stadtteilschulen, 7 Gymnasien, einer beruflichen Schule, junge Menschen aus einem Theaterprojekt sowie zwei Studierende vertreten. Ausführliche Berichte zu den sechs Preisträger:innen-Projekten finden sich unter www.bertini-preis.de oder auf unseren Instagram- und Facebook-Accounts (@bertinipreis).
Die GEW ist Jurymitglied.
Hintergrund: Der BERTINI-Preis
Der Name des Preises geht zurück auf den Roman „Die Bertinis“, in dem der Hamburger Schriftsteller Ralph Giordano, angelehnt an das Schicksal seiner Familie, die Verfolgung in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur schildert. Der Roman geißelt die Ausgrenzung, Verfolgung und Erniedrigung, die viele Hamburger:innen in jener Zeit erlitten, und er beschreibt Menschen, die damals wegschauten, das Unrecht duldeten oder unterstützten. Zugleich würdigt er jene, die Zivilcourage bewiesen und ihren verfolgten Mitbürger:innen – oft unter Einsatz des eigenen Lebens – geholfen haben.
Anknüpfend daran will der BERTINI-Preis Projekte fördern, die sich gegen Ausgrenzung von Menschen in Hamburg wenden. Der BERTINI-Preis fördert Erinnerungsarbeit und die Aufdeckung von Spuren vergangener Unmenschlichkeit in Hamburg. Er würdigt junge Menschen, die ungeachtet der persönlichen Folgen couragiert eingegriffen haben, um Unrecht, Ausgrenzung und Gewalt von Menschen gegen Menschen in Hamburg zu verhindern.
Weitere Informationen: www.bertini-preis.de

