Rund 60 Interessierte kamen auf Einladung der Linksfraktion Hamburg, der GEW Hamburg und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg am 10. Juni 2026 ins Curio-Haus, um über eine Frage zu diskutieren, die angesichts der anstehenden Wahl in Sachsen-Anhalt immer drängender wird: Was passiert, wenn die AfD ihre völkisch-autoritäre Bildungspolitik in Schulen, Kitas und Hochschulen durchsetzen kann – und wie können wir dem wirksam entgegentreten?
Aktiv gegen Rechts
Mit über 300 Studierenden standen wir am 23. April gemeinsam mit anderen Jugend- und Studierendengruppen auf dem Campus der Uni Hamburg. Tage zuvor wurde bekannt gegeben, dass die sogenannten „Patrioten an der Uni Hamburg“ zur diesjährigen Wahl des StuPas (Studierendenparlament) antreten. Zum ersten Mal wurde eine offen faschistische Gruppe zu diesen Wahlen aufgestellt.
Für die extreme Rechte und ihren Kulturkampf ist die Schule ein zentrales Kampffeld. Hier will die AfD den Vorrang des Nationalen durchsetzen und mit einer auf Ideologien der Ungleichwertigkeit beruhenden Identitätspolitik des „Deutsch-Seins“ junge Menschen früh prägen.
Wir danken der VVN-BdA Hamburg herzlich für die Zweitverwertung dieses Artikels!
Die Kampagne „Schule zeigt Haltung“ war auch auf der didacta 2026 in Köln präsent. Bei einer Podiumsdiskussion gab es Argumente und Ratschläge, um menschen- und demokratiefeindliche Vorfälle an Schulen zu bekämpfen.
Schulen stehen inmitten gesellschaftlicher Auseinandersetzungen, die in den pädagogischen Alltag hineinreichen: verfassungswidrige Symbole an Tischen und Wänden, Hate Speech im Klassenchat, rassistische, queerfeindliche oder antisemitische Äußerungen im Unterricht – immer häufiger müssen Lehrkräfte auf solche Vorfälle reagieren.
von Elina Stock, Referentin im GEW-Hauptvorstand
Mach mit bei den UN-Wochen gegen Rassismus vom 16. bis 29. März! Angesichts erstarkender rechtsautoritärer Kräfte in Deutschland und weltweit gilt es, sich für Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit einzusetzen – auch in der Bildung.
Das Hamburger Bündnisses gegen Rechts (HBgR) ist ein breiter Zusammenschluss zivilgesellschaftlicher Initiativen, Gewerkschaften, Organisationen und engagierter Einzelpersonen. Seit zwei Jahrzehnten setzt es sich konsequent gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus ein. Für uns als GEW Hamburg ist das HBgR ein unverzichtbarer Partner im Kampf gegen Rechts.
Ein Bündnis aus der GEW, Greenpeace, Teachers for Future Germany, der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung (DVPB), Eltern gegen Rechts und Bundesschülerkonferenz startet heute die Petition „Schule zeigt Haltung – Lehrkräfte stärken gegen Hass und Hetze“. Die Petition ist der Auftakt einer Kampagne, die Lehrkräfte in ihrem demokratischen Bildungsauftrag stärken will.
Viele Lehrkräfte befürchten rechtsextreme Angriffe, wenn sie sich für Demokratie einsetzen. Es gibt aber viel Rückendeckung für ein solches Engagement: von der GEW, der Bildungsministerin – und dem Bundespräsidenten.
Im Rahmen der Wochen des Gedenkens in Bergedorf lädt die GEW Hamburg zu einer besonderen Gedenkveranstaltung ein: Im Mittelpunkt stehen zwei beeindruckende Biografien des kommunistischen Widerstands gegen den Nationalsozialismus – Martha und Harry Naujoks.












