GEW Hamburg

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft - Landesverband Hamburg
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Pädagog_innen unterstützen Forderungen der Schüler_innenbewegung

Geschrieben von: 
Presseredaktion
Educators for Future Bahrenfeld zu den freitäglichen Kundgebungen vor der Stadtteilschule Bahrenfeld
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Als GEW unterstützen wir die Aktivitäten der Educators for Future Bahrenfeld, freitägliche Kundgebungen vor der Stadtteilschule Bahrenfeld zu veranstalten. Die Pressemitteilung der Educators for Future Bahrenfeld lautet:

Wir, eine Gruppe engagierter Pädagog_innen der Stadtteilschule Bahrenfeld, haben uns entschlossen, unsere Unterstützung der Forderungen von Fridays for Future bis auf weiteres in freitäglichen Kundgebungen in der dienstfreien Zeit von 9:40-9:50h vor dem Schulgebäude Regerstr. 21, 22761 zu bekunden. Die Versammlungen verstetigen damit die am 20.09.19 im Rahmen des globalen Klimastreiktages auf einer Demonstration an selber Stelle vorgetragene Solidarisierung der Pädagog_innen mit den Forderungen der Schüler_innenbewegung und somit den Protest gegen die brandgefährliche Stagnation in der Klimapolitik.

Diese Form der Meinungsäußerungen ist aus verschiedenen Gründen notwendig:

  • Die Schüler_innenbewegung Fridays for Future, der es bereits gelungen ist, hohe globale Aufmerksamkeit auf die Dringlichkeit einer nachhaltig tragbaren Klimapolitik und Wirtschaftsweise zu lenken, benötigt die Unterstützung einer breiten Öffentlichkeit, vor allem auch der erwachsenen und arbeitenden Bevölkerung, um den Druck auf die Politik zu erhöhen.
  • Als im Schuldienst Tätige können wir uns nicht Urlaub nehmen, um an einer Demonstration, die während der Dienstzeit liegt, teilzunehmen. Somit müssen wir den freitäglichen Protest zu uns holen, um an der Demonstrationsbewegung teilhaben zu können, da die zentralen Veranstaltungen für die meisten von uns mit der Dienstverpflichtung kollidieren.
  • Um Politik und Wirtschaft zum Umlenken zu bewegen, wäre ökonomischer Druck notwendig, der innerhalb des Bildungssektors wohl nur begrenzt erzeugt werden kann. Wir möchten mit der Verstetigung unseres Protestes dennoch sichtbar machen, dass auch wir die Forderungen unbedingt unterstützen und sofortiges politisches Handeln für notwendig erachten.
  • Die wöchentliche Versammlung vor dem Schulgelände und die möglicherweise daraus resultierende Beeinträchtigung des Verkehrsflusses sind zudem als Eingriffe in den routinierten Alltagsablauf zu verstehen, der angesichts der Bedrohlichkeit der nahenden Klimakatastrophe nicht haltbar ist.

Die Forderungen von Fridays for Future sind wissenschaftlich begründet und abgesichert. Es handelt sich somit nicht um politische Forderungen, sondern um den Ruf nach logisch notwendigen Schritten, die gegangen werden müssen, um eine unverantwortbare Klimaveränderung zu vermeiden.

Wir stehen als Privatpersonen für diese Forderungen ein und demonstrieren deshalb in der dienstfreien Zeit.  Dennoch möchten wir darauf hinweisen, dass sich das klimapolitische Engagement von allen an Schule Beteiligten mit den curricularen Vorgaben zu Klimawandel und Klimaschutz deckt und deshalb von der Schulbehörde begrüßt und unterstützt werden sollte.

Wir rufen alle Kollegien dazu auf, sich mittels dieser Protestform an der Fridays for Future Bewegung zu beteiligen, um die engagierten Schüler_innen nicht allein zu lassen. Bei Feueralarm verlässt man gemeinsam mit den Schüler_innen das Gebäude.

 

Rückfragen:

GEW-Betriebsgruppe STS Bahrenfeld, educatorsforfuture@gmail.com

Fredrik Dehnerdt, stellvertretender Vorsitzender GEW Hamburg, 040 – 41 46 33 – 0 

 

Foto: © Karl-Heinz Laube, pixelio.de

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