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Hamburger Schulen zeigen Haltung gegen Rechtspopulismus

Geschrieben von: 
Presseredaktion
Offene Briefe von vielen Kollegien, Veranstaltungen an Schulen

Im Kontext der Debatte um das AfD-Portal zur Denunzierung politisch engagierter Lehrkräfte haben seit Ende 2018 mehrere Lehrkräfte, teilweise ganze Kollegien, Offene Briefe verfasst, in denen der Versuch Einfluss auf Schule zu nehmen, deutlich zurückgewiesen und sich kritisch mit der AfD auseinandergesetzt wird. Mittlerweile wurden rund 15 solcher Briefe veröffentlicht. Somit haben sich die Kollegien an mehr als jeder zehnten weiterführenden Schule in Hamburg mit dieser Thematik auseinandergesetzt und sich deutlich positioniert. Eine erfreuliche Zahl!

Den Anfang machten die Offenen Briefe von Lehrkräften der Max-Brauer-Schule, der Stadtteilschule Rissen und des Goethe-Gymnasiums. Weitere Briefe gibt es von Lehrkräften der Stadtteilschulen Helmuth Hübener, Blankenese, Geschwister Scholl, Walddörfer, Julius Leber und Heinrich Hertz, von den Gymnasien Klosterschule und Allee sowie von der Berufliche Schule Bautechnik.

Die Briefe finden sich überwiegend online, teilweise auch auf den jeweiligen Schul-Homepages.  Weitere Stadtteilschulen und Gymnasien planen ähnliche Briefe. Darüber hinaus haben das Goethe Gymnasium und die Stadtteilschule Blankenese öffentlich ihre Solidarität mit dem Kollegium der Ida-Ehre Schule bekundet.

An der Max-Brauer Schule fand zudem am 9. April eine von der GEW-Betriebsgruppe und der SchülerInnenvertretung organisierte Veranstaltung statt, bei der Christoph Giesa, Mitautor des Buches "Gefährliche Bürger - die neue Rechte greift nach der Mitte“ mit ca. 180 Anwesenden diskutierte. Im Oktober 2016 hatte eine Fortbildung mit ihm am LI zu einer (erfolglosen) Dienstaufsichtsbeschwerde der AfD gegen das LI geführt. Ähnliche Veranstaltungen sind auch an anderen Schulen in Planung.

„Die GEW steht allen Kolleginnen und Kollegen bei der anspruchsvollen Aufgabe die selbstbestimmte politische Meinungsbildung und demokratische Teilhabe junger Menschen zu fördern, mit Rat und Tat zur Seite. Zugleich unterstützt sie ihre Mitglieder, sich aktiv für eine offene, solidarische und vielfältige Gesellschaft einzusetzen – im Privaten, in der beruflichen Praxis oder auf öffentlichen Veranstaltungen in größeren Bündnissen. Es gibt viele Möglichkeiten, Courage zu zeigen und mit der GEW aktiv zu werden“, kommentiert Fredrik Dehnerdt, stellvertretender Vorsitzender GEW Hamburg.

Unter www.gew-hamburg.de/themen/aktionen-und-kampagnen/GEW-zur-bildungspolitik-der-afd-hamburg  finden sich Artikel, Meldungen und Pressemitteilungen der GEW Hamburg zum Thema AfD-Meldeportal/Rechtspopulismus.

 

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