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Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft - Landesverband Hamburg
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Frieden schaffen - ohne Waffen!

Geschrieben von: 
Webredaktion
Aufruf & Programm zum Antikriegstag 2022
Antikriegstag 2022

Seit 1957 erinnert der Antikriegstag an die verheerenden Folgen zweier Weltkriege und mahnt, dass kriegerische Auseinandersetzungen keine friedliche Koexistenz von Gesellschaften, Nationalstaaten oder Menschen schaffen. Doch seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine ist die Diskussion um die Aufrüstung europäischer Staaten und weltweit in vollem Gange. Jüngst verkündete die deutsche Außenministerin Baerbock einen Paradigmenwechsel, der in aller Deutlichkeit die zunehmende Militarisierung politisch und medial befördert. Die Stärkung militärischer Bündnisse wie der Nato sowie die Aufstockung militärischer Arsenale mit horrenden Kosten für die Gesellschaft, stehen abermals im politischen Mittelpunkt. Es ist jedoch ein Irrglaube, Demokratie, Frieden und Sicherheit ließen sich mit militärischem Gerät, Truppenstärke und Atombomben herstellen. Das lehrt uns die Geschichte immer wieder.

Das Fundament des Friedens bildet eine ausgeprägte zivile und demokratische Gesellschaft. Dies beginnt im Kleinen mit Friedenserziehung und friedlicher, konstruktiver Konfliktlösung zwischen Menschen in den Bildungseinrichtungen, geht über Interessenvertretungen und Mitwirkung in den Betrieben und Institutionen und mündet in echter Teilhabe und Mitbestimmung aller in einer demokratischen Gesellschaft. Innerstaatlich bedeutet dies die Wahrung und Förderung einer umfassenden sozialen Gerechtigkeit und des Schutzes der Umwelt, das Zurückdrängen faschistischer Ideologien und Ideen. Zwischenstaatlich heißt dies, diplomatische Völkerverständigung, indem echte Lösungen und gegenseitige Unterstützung zwischen den Ländern der Welt gefunden werden, um Armut und Hunger, Umweltzerstörung und Umweltkatastrophen, Ausbeutung und Kriminalität zurückzudrängen, Diskriminierung und Verfolgungen von Menschen zu unterbinden und einen weltweit fairen Handel umzusetzen, welcher allen Menschen eine Existenzgrundlage sichert. So - und nur so – werden wir langfristig in einer friedlichen Gesellschaft leben können

Der DGB Hamburg ruft zusammen mit befreundeten Verbänden dazu auf, am Antikriegstag (1. September) ein Zeichen für den Frieden zu setzen.

10 Uhr: Kranzniederlegung am Mahnmal für die Opfer von Krieg und Faschismus des Friedhofs Ohlsdorf

16 Uhr: Kundgebung und Hissen der Friedensfahne / Kundgebung vor dem Gewerkschaftshaus am Besenbinderhof 60
Es sprechen
Wolfgang Kopitzsch – Arbeitskreis ehemals verfolgter und
inhaftierter Sozialdemokraten
Cornelia Kerth – Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes
Tanja Chawla – Deutscher Gewerkschaftsbund Hamburg
Helga Obens – Auschwitz-Komitee

18 Uhr: Veranstaltung „Frieden schaffen nur mit Waffen?“
Gespräch zwischen Tanja Chawla (DGB Hamburg) und Dr. Martin Kahl (IFSH)
Im Gewerkschaftssaal am Besenbinderhof 57a

Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Barrierefreier Zugang möglich. Wir bitte um das Tragen einer FFP2-Maske während der Veranstaltung.

Die Flyer finden sich im Anhang.