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Die kurdische Frauenbewegung und die Situation in Afrîn/Nordsyrien

Geschrieben von: 
Webredaktion
Sonntag, 29. April 2018, 16.00 Uhr, Curio-Haus, Rothenbaumchaussee 15, 20148 Hamburg, Raum ABC
Die kurdische Frauenbewegung und die Situation in Afrîn/Nordsyrien

Einladung zur Frauen/FLTI- Veranstaltung

Die GEW Hamburg unterstützt die Veranstaltung

Im Sommer 2012 konnten kurdische Frauen-und Volksmilizen die drei kurdischen Gebiete Afrîn, Kobanî und Cizirê im Norden von Syrien unblutig unter ihre Kontrolle bringen. Dies gelang, da die Armee des Assad Regimes ihre Macht dort weitgehend verloren hatte.

Ein langgehegter Traum kurdischer Frauen wurde wahr: Eine Selbstverwaltung auf der Basis von Pluralität, Ökologie, Basisdemokratie und vor allem Frauenbefreiung. Frauenräte, -Kooperativen -Zentren und –Akademien wurden mit großer Begeisterung aufgebaut.

Während westliche Demokratien zwar häufig Frauenrechte thematisieren, wurde in Rojava/ Nordsyrien tatsächlich eine frauenorientierte Gesellschaft entwickelt. Die kurdische Bewegung wurde zu einem ernsthaften nicht-religiösen Akteur im Nahen Osten. Enorme zivilgesellschaftliche Fortschritte wurden möglich.

Umso unverständlicher ist es, dass die Bundesregierung den Diktator Erdogan unterstützt. Der türkische Staatspräsident gab am 20. Januar diesen Jahres den Befehl den westlichsten Teil von Rojava, Afrîn, durch einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg zu besetzen. Auch Jihadisten, wie die Al Qaida und Kämpfer des islamischen Staates beteiligten sich. Frauenprojekte wurden zerschlagen, mehr als 200.000 Menschen vertrieben, historische Anlagen zerstört und viele Menschen ermordet oder verletzt.

Wir haben Lydia Gottschalk eingeladen, die mehrere Jahre in Rojava/ Nordsyrien gelebt und in verschiedenen Frauenprojekten gearbeitet hat. Sie ist Sozialpädagogin und wird uns über die kurdische Frauenbewegung und ihre Aktivitäten in Rojava berichten.

Gülistan Kalo wird über die Situation in Afrîn berichten, woher sie kommt. Ihren Sohn hat sie im Kampf gegen den islamischen Staat verloren. Während sie und ihr Mann nach Hamburg flohen, ist ein Teil ihrer Familie noch in Afrîn.

 

Kampagne Gemeinsam Kämpfen

#FrauenFuerAfrin

#Gemeinsam Kämpfen

http://frauenfuerafrin.blogsport.de/