Zum Internationalen Tag der Demokratie ruft die GEW Hamburg unter dem diesjährigen Motto „Frieden und Demokratie – Mach deine Stimme hörbar!“ zu mehr echter Mitbestimmung in Schulen auf.
Positiv hervorzuheben ist, dass Demokratiebildung inzwischen auch in Hamburgs Schulen stärker in den Fokus gerückt ist und von der Bildungsbehörde als prioritär gesetzt wird. In einer demokratischen Schule ist es unverzichtbar, dass Schüler*innen ihre Beteiligungsmöglichkeiten kennen, geschult sind und die Strukturen aktiv nutzen können.
Doch die Realität sieht häufig anders aus: Viele Schulen verfügen noch immer über Beteiligungsstrukturen, die einer demokratischen Schule nicht gerecht werden. Gremien verkommen zu Verkündigungsorten, Entscheidungen werden oft ohne echte Mitsprache getroffen. Information allein ersetzt keine demokratische Beteiligung.
„Eine ordentliche Gremienarbeit sollte selbstverständlich sein – in Konferenzen, in der Zusammenarbeit mit den Personalräten und im gesamten schulischen Alltag. Nur wenn auch die Beschäftigten eine demokratische Schulkultur erleben, können sie Schülerinnen und Schüler für Demokratiebildung motivieren und Beteiligungsmöglichkeiten aufzeigen“, betont Yvonne Heimbüchel, stellv. Vorsitzende der GEW Hamburg.
„Demokratische Teilhabe besteht nicht nur aus Anträgen, Mehrheitsentscheidungen und Redelisten. Eine geregelte Gremienarbeit ist
jedoch ein zentraler Bestandteil schulischer Demokratie, damit die Stimmen aller – Schüler*innen, Eltern und Beschäftigten – wirklich hörbar werden.“
Du willst eintreten? Herzlich willkommen!
Bild: uniglobalunion.org

