GEW Hamburg

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft - Landesverband Hamburg
Foto mit GEW-Logo
Start » Termine » Vortrag » 2021 04 12

Vortrag: Von der Intermedialität zur Transmedialität: Medienübergreifendes Erzählen für Kinder

Dr. Philipp Schmerheim, Universität Hamburg
Termin: 
Montag, 12. April 2021 - 18:15 bis 18:45
Via Zoom

Erzähltexte für Kinder sind immer schon medial entgrenzt. So sind Kinderromane etwa von Boie, Ende, Funke, Lindgren oder Preußler kaum denkbar ohne ihre Illustrationen; Bilderbücher, Bildgeschichten oder Comics überschreiten als Verschränkungen von Bild- und Schrifttext ohnehin intermedial figuriert, und selbiges gilt in unterschiedlichem Maße auch für weitere bei Kindern im Vorschul- und Grundschulalter populäre Erzählmedien wie Film und (Netz-)Fernsehen, Hörspiel oder Hörbuch, Theater und (narrative) Computerspiele oder interaktive Erzähl- und Spielmedien wie TipToi, BOOKii, Ting oder Tonies. Die von Kindern bewohnten Erzählwelten sind (nicht nur im 21. Jahrhundert) Medienwelten.

Der einführende Vortrag zur Ringvorlesung fokussiert Grundbegriffe und Theorien des medienübergreifenden Erzählens, die einen diskursiven Raum für die narratologische wie didaktische Erforschung der entgrenzten Kindermedienwelten konstituieren. Im Zuge dessen werden überblicksartig die Themen und Vorträge der Ringvorlesung vorgestellt.

Für die studentischen Teilnehmenden der Universität Hamburg gibt es im Anschluss an den Vortrag einen kurzen Block zur Klärung der formalen Anforderungen für den Erwerb von Leistungspunkten.

Vortrag im Rahmen der digitalen Ringvorlesung "Jenseits der Mediengrenzen. Medienübergreifendes Erzählen für Kinder in didaktischer und literaturwissenschaftlicher Perspektive"

Anmeldung: https://uhh.de/jenseitsdermediengrenzen

 

Die Ringvorlesung ist eine Kooperation mit der Universität Hamburg, dem Grundschulverband Landesgruppe Hamburg, dem Lesenetz Hamburg und kinderundjugendmedien.de

Zeitgenössische Literatur für Kinder erzählt ihre Geschichten oft in Form einer Überschreitung von Mediengrenzen: Verarbeitet werden intertextuelle, interpiktorale oder intermediale Bezüge, zudem sind ursprünglich in anderen Medien erzählte Geschichten in Medienverbünde eingebettet. Kindliche Rezipierende bewegen sich so zunehmend in entgrenzten Medienwelten, deren Erzähltexte wiederum den sich stetig wandelnden medialen Erfahrungshorizont ihres Publikums berücksichtigen müssen. Medienübergreifendes Erzählen steht deshalb zunehmend im Fokus narratologischer und didaktischer Forschung. In diesem Sinne verbinden die Vorträge der Ringvorlesung fachwissenschaftliche und -didaktische Perspektiven in drei Schwerpunkten:

  • Erzählforschung: Welche Formen des medienübergreifenden Erzählens für Kinder gibt es?
  • Rezeptionsforschung: Wie rezipieren Kinder inter- und transmediale Erzählformen?
  • Fachdidaktik: Welche didaktischen Ansätze für inter- und transmediales Erzählen gibt es?