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Zwischen Universalismus und Partikularismus: Linke Juden im Frankfurt der 70er und 80er

Zarin Aschrafi
Termin: 
Mittwoch, 17. Oktober 2018 - 19:00 bis 21:00

Im Zentrum des Vortrages steht eine Gruppe jüdischer Intellektueller, die sich im Frankfurt der siebziger und achtziger Jahre mit den Idealen und Motiven der linken Bewegung identifizierte. So engagierten sie sich etwa beim Sozialistischen Deutschen Studentenbund, im Sozialistischen Büro oder bei der Frauenbewegung. Ihre Identifikation war jedoch von ambivalenter Natur, was insbesondere mit der Verschärfung des Nahostkonflikts ab Ende der sechziger Jahre sichtbar wurde.  Schließlich, im Jahre 1980, wurde in Frankfurt die „Jüdische Gruppe“ gegründet, in der sie sich über das Verhältnis ihrer jüdischen Erfahrung einerseits und ihrem universalistischen Anspruch andererseits auseinandersetzten. Der Vortrag widmet sich diesem Such-, Lern- und Erkenntnisprozess, der 1986 in der erstmaligen Drucklegung der programmatischen Zeitschrift „Babylon“ seinen Kulminationspunkt fand.

Zarin Ashrafi ist Doktorandin am Leibniz Institut für jüdische Geschichte und Kultur Simon Dubnow, Leipzig.