Veranstaltung zum 30. Jahrestag des mörderischen Brandanschlags auf die Geflüchtetenunterkunft in Lübeck

Datum, Zeit: 
Montag, 26. Januar 2026 - 19:00 bis 21:00
HAW Hamburg, Alexanderstraße 1, Raum 1.19 (erster Stock)

Am 18. Januar 2026 jährt sich zum 30. Mal der rassistische Brandanschlag auf die Hafenstraße 52 in Lübeck. Zehn Menschen, davon 7 Kinder und Jugendliche, wurden ermordet: Monica Maiamba Bunga, Nsuzana Bunga, Christine Makodila, Christelle Makodila Nsimba, Sylvio Bruno Comlan Amoussou, Rabia El Omari, Françoise Makodila Landu, Jean-Daniel Makodila Nkosi, Legrand Makodila Mbongo und Miya Makodila. 38 weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. 

Der Anschlag ist bis heute nicht aufgeklärt. Ermittlungsverfahren gegen vier Neonazis aus Grevesmühlen wurden eingestellt, obwohl zahlreiche Hinweise auf ihre Tatbeteiligung vorlagen. Ein weiterer Versuch, im Jahr 2000 eine Anklage zu erheben, blieb ebenfalls erfolglos. Stattdessen geriet ein Überlebender des Brandes, Safwan Eid, ins Visier der Ermittlungen – ein rassistisch geprägter Ermittlungsansatz, der vor Gericht in zwei Instanzen zu einem Freispruch führte. Die mutmaßlich Verantwortlichen sind bis heute auf freiem Fuß. Aber: Mord verjährt nicht. 

Wir sind immer wieder überrascht, wie wenig über diese Tat und ihre Hintergründe in der Öffentlichkeit bekannt ist. 

Das zu ändern, dazu wollen wir mit dieser Veranstaltung beitragen. Neben Informationen zum Geschehen und aktuellen Entwicklungen geht es um Fragen wie: 

  • Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es auf der juristischen Ebene?
  • Was können wir politisch tun? 

Der Eintritt ist frei, wir bitten um Spenden für die Initiative Hafenstraße 96 aus Lübeck. 

Wir danken der Initiative Hafenstraße 96, Lübeck, https://hafenstrasse96.org/ueber-uns/.

Unterzeichnet die Petition für die Einrichtung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses: https://hafenstrasse96.org/petition-unterzeichnen/

Ort: HAW Hamburg, Alexanderstraße 1, Raum 1.19 (erster Stock) 

Zeit: 26. Januar 2026, 19:00 – 21:00 Uhr 

Mit: 

Gabriele Heinicke, Rechtsanwältin. Sie vertrat den Überlebenden vor Gericht und erreichte einen Freispruch für ihn. 

Prof. Dr. Sabine Stövesand (HAW), Dirk Mescher (GEW) und einem Filmbeitrag 

Veranstalterinnen: 

HAW Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg 

GEW Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Hamburg