Vortrag: Die Perspektive der Zeug*innen

Dienstag 7. April 2026 | 18 bis 20 Uhr | GEW Landesverband | Rothenbaumchaussee 15 | Raum ABC
Datum, Zeit: 
Dienstag, 7. April 2026 - 18:00 bis 20:00

Vortrag: Die Perspektive der Zeug*innen

Dienstag 7. April 2026 | 18 bis 20 Uhr | GEW Landesverband | Rothenbaumchaussee 15 | Raum ABC 

Bei der Aufarbeitung der Verbrechen des Naziregimes in den ersten Jahren nach der Befreiung spielten die Nachkriegsprozesse, die von den Alliierten anberaumt wurden, eine entscheidende Rolle. Wichtigen Anteil an der Urteilsfindung hatten Aussagen von Menschen, die das verbrecherische Handeln der Täterinnen und Täter aus eigenem Erleben bezeugen konnten. Vor allem taten dies ehemalige Häftlinge aus Konzentrationslagern und Haftanstalten wie Fritz Bringmann, Albin Lüdke, Jupp Händler, Hans Schwarz und Herbert Schemmel. Die von ihnen gelieferten Beweise trugen entscheidend dazu bei, dass Täterinnen und Täter einer gerechten Strafe zugeführt werden konnten. Das von der britischen Besatzungsmacht mit der Ausstellung von Ausweisen für Lebensmittelkarten und Bekleidungsgutscheinen beauftragte „Komitee ehemaliger politischer Gefangener“ – Vorgängerorganisation der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes“ (VVN) – richtete eine „Sonderabteilung zur Durchführung von Kriegsverbrecherprozessen“ ein. Sie benannte nicht nur Zeugen, sondern beriet und unterstützte sie auch. Nicht nur die Angaben zu Taten und Tätern, sondern auch die unterschiedliche Qualität der Zeugenaussagen selbst sowie deren politische bzw. persönlichen Hintergründe sind bisher wenig untersucht worden. 

Referenten: Peter Badekow und Dieter Wilde (VVN Hamburg) 

Mehr Infos finden sich unter dem angegeben link. Weitere Vorträge, Lesungen und Rundgänge – unter anderem zu Täterprofilen, Zeug*innenperspektiven sowie einzelnen Verfahren – ergänzen das Programm bis in den Herbst 2026. Das vollständige Programm und der Flyer finden sich unter https://www.gew-hamburg.de/themen/gew/2026-01/80-jahre-curiohaus-prozesse