AUSSTELLUNG DIE HAMBURGER CURIOHAUSPROZESSE | NS-KRIEGSVERBRECHEN VOR BRITISCHEN MILITÄRGERICHTEN
Mittwoch 18. März bis 22. Mai 2026
GEW Landesverband | Rothenbaumchaussee 15 | Raum ABC
Das Curiohaus in Hamburg-Rotherbaum war von 1945 bis 1949 der wichtigste Gerichtsort für die Kriegsverbrecherprozesse in der britischen Besatzungszone. Hier fanden 188 Militärgerichtsverfahren gegen 504 Angeklagte statt. Wer waren diese Angeklagten, für welche Verbrechen wurden sie zur Rechenschaft gezogen? Wer waren ihre Opfer?
Die Ausstellung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme gibt einen Überblick über die im Curiohaus verhandelten Prozesse gegen unterschiedliche Gruppen von Täterinnen und Tätern. Etliche Verfahren richteten sich gegen das Lagerpersonal des KZ Neuengamme, seiner Außenlager und weiterer Konzentrationslager. Angeklagt waren auch Verantwortliche für Verbrechen an Gestapo-Häftlingen, an Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern sowie an Kriegsgefangenen. Angesichts des Kalten Krieges kam die alliierte Strafverfolgung abrupt zum Stillstand.
Als Kriegsverbrecher Verurteilte wurden in den 1950er-Jahren vorzeitig aus der Haft entlassen und konnten nach bundesdeutscher Rechtsprechung Entschädigung beantragen. Viele Täterinnen und Täter wurden nie zur Verantwortung gezogen.
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10 bis 16 Uhr
Bei Interesse bitte anmelden unter
Der Eintritt ist frei
Weitere Vorträge, Lesungen und Rundgänge – unter anderem zu Täterprofilen, Zeug*innenperspektiven sowie einzelnen Verfahren – ergänzen das Programm bis in den Herbst 2026. Das vollständige Programm und der Flyer finden sich unter https://www.gew-hamburg.de/themen/gew/2026-01/80-jahre-curiohaus-prozesse
