In diesem Seminar setzen wir uns im Team-Teaching gemeinsam mit den Teilnehmer*innen in drei Arbeitsschritten mit zentralen Aspekten der NS-Erinnerungskultur und -politik auseinander:
- Wir lesen und diskutieren ausgewählte kurze Texte zur rassistischen, physischen und staatlichen Gewalt in der NS-Diktatur (1933–1945). Dabei erschließen wir historische Kontexte und fragen nach deren Bedeutung für unsere Gegenwart und pädagogische Praxis.
- Wir reflektieren familien- und autobiografisch, inwiefern wir im Vergleich zu unseren Verwandtschaften (Eltern, Großeltern, Urgroßeltern) intergenerationelle „Gefühlserbschaften“ aus der NS-Zeit bewusst oder unbewusst weitertragen.
- Gemeinsam entwickeln wir Perspektiven der Erinnerungs- und Gedenkarbeit und erarbeiten Ansätze für den Transfer in unterschiedliche berufliche Handlungsfelder sowie in den Alltag.
Das Seminar richtet sich an pädagogische Fachkräfte aller Bereiche, die sich mit historisch-politischer Bildung und NS-Erinnerungsarbeit auseinandersetzen möchten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Ziel ist es, sowohl fachliche als auch reflexive Kompetenzen zu stärken und konkrete Impulse für die eigene Praxis zu gewinnen.
Willkommen sind alle, die sich für eine kritische und zeitgemäße Erinnerungskultur interessieren.
Wibke Boysen M.A. und Prof. em. Dr. Harry Friebel haben sich ihre Unterrichtspraxis zum Thema an der Universität Hamburg, an der HAW und an der Fachhochschule „Rauhes Haus“ erworben.
