Wir leben in unruhigen Zeiten. Gesellschaftliche Multikrisen und verhetzte, polarisierte Debatten sowie autoritäre Reflexe und ein beschleunigter Rechtsruck machen auch vor der Sozialen Arbeit nicht halt. Auch die Offene Kinder und Jugendarbeit (OKJA) ist hier vor große Herausforderungen gestellt. Zum einen gehört es auch zu den Aufträgen der OKJA mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen zu arbeiten, andererseits hat diese auch einen zentralen Schutzauftrag gegenüber Jugendlichen, die zu den Feindbildern der extremen Rechten gehören.
Wie stark queere Jugendliche ins Visier rechtsextremer (Jugend)gruppen geraten, belegen die wiederholten Angriffe auf kleine und mittelgroße Prideparades in vielen Teilen der Republik. Von den Baseballschläger Jahren 2.0 ist die Rede und von einem Comeback der gewalttätigen 1990er Jahre. Auch der B-You-Aktivplatz auf St. Pauli ist angegriffen worden.
Wie hat die Soziale Arbeit den frühen 1990er Jahren auf die rechtsextremen Ausschreitungen reagiert? Was ist hier unter dem Schlagwort der akzeptierenden Jugendarbeit falsch gelaufen und inwieweit beschäftigen uns bis heute diese Lehrstellen – fehlende Perspektive der von rechter Gewalt Betroffenen und keine Genderreflektion? Und inwiefern reicht das Lernen aus pädagogischen Leerstellen für die veränderten gesellschaftspolitischen Bedingungen der Gegenwart?
In der Veranstaltung skizziert Prof. Esther Lehnert (ASH Berlin) den historischen und gesellschaftspolitischen Kontext. Im Anschluss wollen wir gemeinsam (pädagogische) Strategien diskutieren und entwickeln.
(Extrem) rechte Jugendliche im Sozialraum - Strategien zwischen Prävention und Ausgrenzung
Termin:
Donnerstag, 2. Juli 2026 - 18:00 bis 20:00
Ort:
Veranstaltung für pädagogische Fachkräfte
Leitung:
Kostenanteil:
Eintritt frei!
Veranstalter:

