GEW Hamburg

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft - Landesverband Hamburg
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Newsletter GEW Hamburg 28.1.2013

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Allen Diskussionen über die schwindende Bindungskraft von Großorganisationen zum Trotz: Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Hamburg hat 2012 gut 1,5 %  Prozent mehr Mitglieder gewonnen und organisiert jetzt gut 9300 Beschäftigte aus allen Bildungsbereichen.

Das Wachstum in Hamburg liegt damit erneut über dem Bundestrend der GEW (bundesweit waren es 2012 3000 Mitglieder und damit 1,3% mehr). In Hamburg wächst die GEW seit nun mehr 6 Jahren.

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GEW Forderungen für die Tarifrunde

„Widerstand gegen Turbo-Abi wächst“, so titelt das Hamburger Abendblatt am 14.1.2013. Vor zehn Jahren bei Einführung der Schulzeitverkürzung in Hamburg stand die GEW  neben einigen Eltern - ziemlich allein mit ihrer Kritik.

2013 wird das „Lehrerarbeitszeitmodell“ 10 Jahre alt — das sind 10 Jahre zu viel:
Arbeitsverdichtung, Belastungen und Mehrarbeit nehmen an den Schulen zu für alle:
Lehrkräfte, ErzieherInnen, SozialpädagogInnen, TherapeutInnen !

Ihr wisst, dass die GEW seit knapp einem Jahr mit der Kampagne "Lehrkraft stark machen" für Verbesserungen bei der Arbeitsbelastung und den Arbeitsbedingungen in den Schulen kämpft.

Die erste Reaktion der Behörde blieb mit der Ankündigung einiger weniger Verbesserungen im außerunterrichtlichen Bereich äußerst mau.

Zum WiSe 2012/13 haben, erst­mals seit der Ein­füh­rung des BA/MA Sys­tems, an der Uni Ham­burg nicht alle Be­wer­ber_in­nen auf den M.​Ed. Lehr­amt einen Stu­di­en­platz an der Uni Ham­burg er­hal­ten.

Stapelfeldt-Diskussion

Das Hamburgische Hochschulgesetz von 2003 muss reformiert werden. Einerseits führten die damals neu eingeführten Leitungsstrukturen zu massiven Problemen in der Praxis, die an der Uni Hamburg in der Abberufung der Universitätspräsidentin Auweter-Kurz im Juli 2009 sowie heftigen Protesten bei der Wahl des neuen Präsidenten Lenzen gipfelten. Zudem wurde das bestehende Gesetz bereits Ende 2010 vom Bundesverfassungsgericht teilweise für verfassungswidrig erklärt. Seitdem steht die Novellierung aus.

GEW Podiumsdiskussion "10 Jahre Lehrerarbeitszeitmodell" 7.2.13, 18 Uhr

aus Sicht der GEW muss das Lehrerarbeitszeitmodell, das 2013 10 Jahre besteht, durch ein realistisches Modell abgelöst oder grundlegend reformiert werden.

Schon die von der Behörde eingesetzte Behlerkommission hatte mehr als 40 zusätzliche Aufgaben festgestellt, die durch das Arbeitszeitmodell nicht abgedeckt sind. Seit der Arbeit dieser Kommission sind weitere Aufgaben dazugekommen, die im L-AZM nicht abgebildet sind (zu nennen sind z.B. nur die Themenkreise Inklusion und Ganztag).

Wie also können die Beschäftigten an Hamburger Schulen deutlich, wirksam und dringend entlastet werden, so dass auch die Qualität von Schule verbessert wird? Die notwendige Entlastung ist ja nicht nur "Selbstzweck" des Arbeits- und Gesundheitsschutzes der Beschäftigten, sondern hat direkte Auswirkungen auf das Bildungsangebot.

Über diesen Themenkomplex wollen wir mit den schul- / bildungs­politischen Sprecher_innen der Fraktionen der Hamburger Bürgerschaft diskutieren und laden dazu herzlich ein.

TeilnehmerInnen:

    Lars Holster (SPD)

    Stefanie von Berg (GRÜNE)

    Dora Heyenn (DIE LINKE)

    Robert Heinemann (CDU)

    Anna von Treuenfels (FDP, angefragt)

Zeit: 7.2.2013, 18 Uhr

Ort: GEW Landesverband, Raum ABC