GEW Hamburg

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft - Landesverband Hamburg
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Newsletter GEW Hamburg 11.11.2016

Am Dienstag, 15. November 2016, tagt von 17 bis 21 Uhr der Gewerkschaftstag, das höchste Gremium der GEW Hamburg, im Curio Haus der GEW. Im Mittelpunkt steht die neue Kampagne der GEW "JA 13 – weil Grundschullehrerinnen es verdienen", zu der Frauke Gützkow vom Hauptvorstand der GEW reden wird.

Der Bildungsclub Hamburg* lädt ein zu einer Fachtagung am Montag, 14. November 2016, von 17.00-21.00 Uhr im Curiohaus (Großer Saal) Hamburg, Rothenbaumchaussee 15

Was kann Schulen in herausfordernden Lagen erfolgreich machen? Ist das Steuerungssystem der selbstverantworteten Schulen (Orientierungsrahmen Schulqualität, Ziel-Leistungs-Vereinbarungen, Schulinspektion) dabei hilfreich? Welche Alternativen gibt es? Diesen und weiteren Fragen wollen wir auf der Fachtagung nachgehen. Gefragt ist die Expertise aus der Praxis, der Wissenschaft und der Politik.

Lichterspaziergang 2016

Das Kitanetzwerk ruft Euch auf, gemeinsam einen Lichterspaziergang für mehr Personal mit uns zu machen. Die GEW unterstützt den Spaziergang.

Kommt mit uns am 14. November um 17:00 Uhr zum Besenbinderhof und bringt Laternen, Kerzen oder Taschenlampen
mit. Gemeinsam ziehen wir durch die Mönkebergstraße. Gegen 18:00 Uhr endet der Spaziergang auf dem Ida-Ehre-Platz.

Hamburgs Kitas sind gut - aber wir wollen besser sein!

Film AfGG

Ein Film von Leslie Franke in Zusammenarbeit mit Anna Kappelmann, sowie Elisabeth von Dücker und Hildegund Schuster

Eine herzliche Einladung zum Film!

Foto: GEW Hauptvorstand

Grundschullehrerinnen werden als Beamtinnen nach Besoldungsgruppe A 12 bezahlt, als Angestellte sind sie in EG 11 eingruppiert. Der GEW ist das zu wenig, sie startet die Kampagne "JA 13 – weil Grundschullehrerinnen es verdienen".

Foto: Alexandra Bucurescu / www.pixelio.de

Die Zahl der Flüchtlinge mit türkischer Staatsbürgerschaft ist nach Medienberichten deutlich gestiegen. Bis Ende September wurden 3.973 Asylanträge von Menschen aus der Türkei in Deutschland gezählt. Dies sind mehr als doppelt so viele wie im gesamten Jahr 2015, als 1.767 türkische Staatsbürger in Deutschland Asyl beantragten.

Niedrige Anerkennungsquote für Asylbewerber aus der Türkei

Foto: © joujou / www.pixelio.de

Seit zwei Jahren beschäftigt sich die GEW besonders intensiv mit Fragen der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern. Sie knüpft dabei an jahrzehntelange Diskussionen an.

Angebot: Lesung mit Emmanuel Mbolela und Dieter Alexander Behr
Mein Weg vom Kongo nach Europa – zwischen Widerstand, Flucht und Exil

Emmanuel Mbolela schreibt in seiner autobiographischen Erzählung über seine politische Aktivität in der Demokratischen Republik Kongo und die brutale Repression staatlicher Sicherheitsorgane, die ihn in die Emigration zwingt. Er berichtet auf eindrückliche Weise von der Gewalt und Ausbeutung während der Flucht. Quer durch die Sahara gelangt er bis nach Marokko, wo er eine Organisation subsaharischer Geflüchteter mitbegründet. Nach vier Jahren kann er in die Niederlande ausreisen, als neue Erfahrung erweisen sich dort die extrem ausbeuterischen Arbeitsbedingungen, denen vor allem migrantische Arbeitskräfte unterliegen.
Emmanuel Mbolela ist im Netzwerk Afrique Europe Interact (AEI) aktiv, das afrikanische und europäische Basisinitiativen vereinigt. Aktuell läuft eine Solidaritätskampagne für subsaharische Frauen in Marokko, die im Rahmen der Selbstorganisation der Geflüchteten in Rabat ein Frauenhaus aufgebaut haben. Emmanuel Mbolela wird auch von dieser Kampagne berichten.
»Emmanuel Mbolelas Buch ist deshalb so beeindruckend, weil es nicht nur ein Buch der mutigen, detailgenauen Brandmarkung ist, sondern auch ein Buch der unausrottbaren Hoffnung. Ein Buch des Widerstandes, des Aufstandes des Gewissens.« JEAN ZIEGLER
Die Lesung findet zweisprachig auf französisch und deutsch statt. Dieter Alexander Behr, der Emmanuel Mbolelas Buch auf deutsch übersetzt hat und mit ihm im Netzwerk AEI aktiv ist, übernimmt die Übersetzung.

Nähere Infos zum Buch, Pressestimmen, Videos und Bestellmöglichkeit:
http://www.mandelbaum.at/books/764/7508
http://afrique-europe-interact.net/

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Aufruf der Gruppe Roma ano Hamburg

Liebe Leute,

wir haben uns sehr über die Initiative ‚Schule für Alle’ und die Aktivitäten von Schüler_innen und Lehrer_innen gegen die Abschiebung ihrer Roma-Mitschüler_innen gefreut und wollen euch einladen zu einer gemeinsamen Aktionsplanung!

Wir, das sind die Gruppe Roma ano Hamburg und ihre Mitstreiter_innen.

Wir möchten gern zusammen mit euch eine Aktion vor der Schulbehörde auf die Beine stellen, um die Normalität der ständigen Abschiebungen von Roma in Hamburg zu durchkreuzen und diese wieder in die Öffentlichkeit zu bringen. Dazu sammeln wir Berichte von Roma-Schüler_innen und Eltern über ihre Erfahrungen. Wir stellen uns vor, mit einer Ausstellung und mündlich vorgebrachten Erfahrungsberichten eine Kundgebung zu bestreiten, in der wir fordern: Keine Abschiebung aus Ausbildung!

Andere Bedrohte sind herzlichst eingeladen, sich mit ihrer Situation auch einzubringen.

Das Treffen soll stattfinden am Donnerstag, den 17. November um 19.00 im Teamraum der GWA, Hein-Köllisch-Platz 11+12, St. Pauli. (Nähe S-Bahn Reeperbahn)

Aus den Berichten: Miodrag Petrovic, Vater von vier schulpflichtigen Söhnen:

Wir sind eine Roma Organisation, die sich „Roma ano Hamburg“ nennt. Diese haben wir in Hamburg gegründet, um als Roma für unsere Rechte zu kämpfen. Meine Familie und ich sind aus Serbien geflohen, da wir keinerlei Menschenrechte hatten.  ... Meine Kinder konnten die Schule nicht wie die serbischen Kinder besuchen. Sie waren Opfer und nicht Schüler. Jahrelang haben sie schwere Beleidigungen und Schläge erduldet, nur um die Schule zu beenden, um danach einen Beruf ausüben zu können, der ihnen ein Einkommen sichert. Aber diesen Traum konnten sie sich nicht erfüllen. Die Chance auf ein normales Leben wird uns Roma nicht gegeben. Ganz gleich wohin wir innerhalb Serbiens gingen, wartete das immer gleiche Schicksal auf uns. Wir haben unser zu Hause verlassen und sind nach Deutschland geflüchtet, um errettet zu werden, Schutz zu bekommen und damit sich meine Kinder unter normalen Bedingungen bilden können. Sie besuchen alle die Schule hier in Hamburg – und das ohne diskriminiert zu werden und Schläge zu beziehen! ...

In Hamburg haben wir unsere Gruppe „Roma ano Hamburg“ gegründet, die für unten angeführtes kämpft: 

-Alle Kinder haben ein Recht auf Bildung

-Serbien ist kein sicheres Land für Roma, dies muss erkannt werden

-Wir kämpfen gegen die Abschiebung von Roma

-Wir setzen uns für die Rechte der Roma ein

-Wir sind gegen die Diskriminierung der Roma

-Für Sicherheit und eine Zukunft unserer Kinder

-Ein Recht auf Stadt für Roma

Unsere Aktionen machen wir, damit alle Menschen auf dieser Welt die gleichen Rechte haben und das ohne Diskriminierung und Gewalt! Egal welcher Hautfarbe!

Gleiche Rechte für alle! Stoppt die Diskriminierung!