GEW Hamburg

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft - Landesverband Hamburg
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Newsletter GEW Hamburg 10.6.2013

Das Wort „Entsetzen“ beschreibt ziemlich präzise das Gefühl, welches bei ReferendarInnen und angehenden ReferendarInnen derzeitig herrscht. Der Senat hat im Zuge der Neugestaltung der zweiten Ausbildungsphase  (Referendariat) für angehende LehrerInnen die Anfangsmonate ans Schulhalbjahr angepasst. Damit einhergehend wurde eine Erhöhung des sogenannten bedarfsdeckenden Unterrichts durchgesetzt, die Regelung gilt seit dem 1. Februar 2013.

In unserer Pressemitteilung vom 4. Juni wiesen wir darauf hin, dass die Tarifänderungen dazu führen, dass an Grundschulen bei der Umwandlung von Lehrerstellen nur ein geringeres Volumen an Erziehern verfügbar wäre mit der Folge, dass ca. ein Viertel der Erzieherstunden für Doppelbesetzungen in Inklusionsklassen zur Förderung mit sonderpädagogischem Förderbedarf zum kommenden Schuljahr wegfallen würde.

Nun hat die Behörde angekündigt, hier nachsteuern zu wollen und angekündigt, dass es an den Grundschulen beim gewohnten Umrechnungsfaktor für ErzieherInnen bleiben wird.

Grundschulen und Grundschulleitungen erleben derzeit eine böse Überraschung kurz vor Schuljahresende. Circa ein Viertel der Erzieherstunden für Doppelbesetzungen in Inklusionsklassen zur Förderung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden zum kommenden Schuljahr wegfallen. Die Grundschulen und deren Schulleitungen wurden darüber nicht  informiert. Der Gesamtpersonalrat Schulen wurde hingehalten mit der Bemerkung: „Derzeit seien keine Änderungen geplant.“ Auch Elternschaft und Öffentlichkeit werden in Unkenntnis gehalten.

Die Behörde für Schule und Berufsausbildung (BSB) hat aktuell den Entwurf einer Mitteilung des Senats an die Bürgerschaft unter dem Titel „Optimierung des Konzepts für das Schulschwimmen“ vorgelegt, der das bisherige Konzept ablösen soll, das sich als nicht erfolgreich erwiesen hat. Am nun vorliegenden Konzept kritisiert die GEW, dass es weder ein neues Konzept, noch eine Optimierung darstellt. Verstärkter Personal- und Kostenaufwand bei gleichzeitig deutlich abgesenkten Zielen stehen in keinem Verhältnis zueinander, die geplanten Gutscheinsysteme sind inakzeptabel.

Abbildung Rundbrief

Der neue Semesterrundbrief ist erschienen. Die Beiträge dieser Ausgabe theatisieren, warum gewerkschaftliche Arbeit für bessere Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft wichtig ist, warum die Gewerkschaft auch für ausländische Studierende und Mitarbeiter_innen interessant ist und es wird über eine Diskussion mit Wissenschaftssenatorin Stapelfeldt zum Hochschulgesetz und zur Personalstruktur an den Hochschulen berichtet. Die Beiträge im Einzelnen:

- Wissenschaft gestalten – Interessen durchsetzen
- Welcome – Bienvenue - Hosgeldiniz...
- Was nun, Frau Senatorin?

Die gestern angemeldete Volksinitiative „G9-jetzt-HH“ fordert eine Rückkehr zu G9 an den Gymnasien. Obwohl die GEW eine Gegnerin des ‚Turbo-Abis‘ ist, unterstützt sie diese Initiative nicht.

Die nächsten Seminare der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit

http://www.gew-hamburg.de/seminare