GEW Hamburg

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft - Landesverband Hamburg
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Die Volksinitiative "Mehr Hände für Hamburgs Kitas" hat sich mit den Senatsvertretern geeinigt

Von: 
sabine lafrentz
Gruppenbeitrag

Die Mitglieder der DOL waren aktiv an der Unterschriftensammlung der Volksinitiative beteiligt.
Das Thema vertretbare Personalausstattung in den Kitas löste ein großes Echo aus. Die Senatsparteien versuchten immer wieder eine Drohkulisse aufzubauen, um die Volksinitiative in Misskredit zu bringen.
Die DOL will keine Elternbeitragserhöhungen und keinen Platzabbau. Die Stadt muss sich entscheiden, was ihr die Bildung und Erziehung der kleinen Kinder wert ist.
Jetzt hat man sich geeinigt, dass die schrittweisen Verbesserungen im Kitagesetz verankert werden. Zunächst für die Krippe und später für den Elementarbereich.
Das ist ein erster Schritt, aber er reicht noch nicht. Die DOL will die Anrechnung der Ausfallzeiten und der Vor- und Nachbereitungszeiten auf den Personalschlüssel.
Prekäre Beschäftigung in den Kitas könnte in unbefristete Vollzeitstellen umgewandelt werden. So sinken die Sozialkosten, steigen die Steuereinnahmen und ein Teil des Fachkräftemangels würde überbrückt werden. Die Verbesserung des Personalschlüssels kann dazu führen, dass mehr Berufsanfänger*innen auch im pädagogischen Job arbeiten und dass andere, die schon aufgegeben haben, wieder zurückkommen.
Wer hat ein Interesse daran, dass möglichst viele Menschen morgens zur Arbeit erscheinen können? Die HH Unternehmen nennen sich oft sozial. Also sollten sie einen Kostenbeitrag zur Finanzierung der Kitas leisten oder Kitaplätze anbieten, damit die Beschäftigten in Ruhe ihrer Arbeit nachgehen können. Das wäre aus Sicht der DOL eine weitsichtige Maßnahme, bei denen die Unternehmen ihrer sozialen Verantwortung aus dem Grundgesetz nachkommen würden.