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Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft - Landesverband Hamburg
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Die durch Beschäftigte und Eltern erreichte Verbesserung des Personalschlüssels ist in die letzte Umsetzungsphase getreten

Von: 
sabine lafrentz
Gruppenbeitrag
Aktion im Rathaus

Die Einigung zw Kita-Netzwerk und Senat, auf die schrittweisen Verbesserungen des Personalschlüssels im Kitagesetz, kommt in die letzte Phase der Umsetzung. Der Krippenschlüssel ist realisiert. Die Umsetzung der Verbesserung des Personalschlüssels im Elementarbereich ist jetzt auf 3. Stufen konkretisiert worden, und in die Haushalte ab 2022 integriert worden. Jeweils zum 01.01.22/23 und 24 werden die Personalschlüssel im Elementarbereich leicht erhöht. Stände dies nicht im Kitagesetz, wäre die Verbesserung wohl den Pandemiekosten zum Opfer fallen.
Das ist ein weiterer Schritt, aber er reicht uns noch nicht. Die DOL will die volle Anrechnung der Ausfallzeiten und der Vor- und Nachbereitungszeiten auf den Personalschlüssel. Prekäre Beschäftigung in den Kitas könnte so in unbefristete Vollzeitstellen umgewandelt werden. So sinken die Sozialkosten, steigen die Steuereinnahmen und ein Teil des Fachkräftemangels würde überbrückt werden. Die Verbesserung des Personalschlüssels kann dazu führen, dass mehr Berufsanfänger*innen auch im pädagogischen Bereich arbeiten und dass andere, die schon aufgegeben haben, wieder zurückkommen. So könnte das Recht der Kinder auf Bildung und Betreuung besser umgesetzt werden.
Wer hat darüber hinaus ein Interesse daran, dass möglichst viele Menschen morgens zur Arbeit erscheinen können? Die HH Unternehmen nennen sich oft sozial. Also sollten sie einen Kostenbeitrag zur Finanzierung der Kitas leisten oder Kitaplätze anbieten, damit die Beschäftigten in Ruhe ihrer Arbeit nachgehen können. Das wäre aus Sicht der DOL eine weitsichtige Maßnahme, bei denen die Unternehmen ihrer sozialen Verantwortung aus dem Grundgesetz nachkommen würden.