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03.06.2008 „Lasst sie endlich zurück nach Hamburg!“

SchülerInnen und LehrerInnen demonstrieren
für die Rückkehr einer armenischen Familie
Für eine Rückkehr der während der Koalitionsverhandlungen auseinander gerissenen und abgeschobenen armenischen Familie G. wird sich

morgen, am Mittwoch, den 04. Juni 2008
um 16 Uhr
ein Demonstrationszug von der U-Bahn Borgweg
Richtung Hamburger Straße

aufmachen. Ziel des Protestes ist die Schulbehörde, wo die SchülerInnen ihr Anliegen Bildungssenatorin Christa Goetsch vortragen wollen. Mit einer Unterschriftenliste für die Härtefallkommission unterstreichen die SchülerInnen ihre Forderung nach der Rückkehrmöglichkeit für ihre abgeschobene Klassenkameradin.

Aufgerufen zu der Aktion haben die SchülerInnen der Heinrich-Hertz-Gesamtschule, der Ausschuss für Bleiberecht der GEW Hamburg, der Flüchtlingsrat Hamburg sowie SchülerInnen aus weiteren Schulen, z.B. der Erich Kästner Gesamtschule, die sich schon im vergangenen Jahr gegen die Abschiebung ihrer afghanischen MitschülerInnen eingesetzt haben.

Zum Hintergrund: Vor zwei Monaten hat die Ausländerbehörde die armenische Familie G., die seit acht Jahren in Hamburg lebt, durch die nächtliche Abschiebung des Vaters und seiner zwei 10- und 14-jährigen, schulpflichtigen Kinder auseinander gerissen. Während die MitschülerInnen der Tochter in der Heinrich–Hertz–Gesamtschule ihr Schuljahr mit Abschlussarbeiten beenden, schickt Linda aus Armenien einen Hilferuf an die Schulsenatorin. In Deutschland aufgewachsen, sind ihr die armenische Sprache und das Land fremd. Ihre Mutter und ihre vierjährige Schwester leben derzeit alleine in Hamburg. Linda und ihr Bruder wollen zurück an ihre Schule in Hamburg.

Das wollen auch die MitschülerInnen der beiden. Sie fordern, dass der Vater und die beiden Kinder der Familie G. wieder zurück nach Hamburg kommen können und dass endlich ‚geduldete’ Familien Aufenthaltserlaubnisse bekommen, damit die betroffenen Kinder in Ruhe und Sicherheit hier lernen und aufwachsen können.

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