| „Würde die Schulbehörde die gesetzlichen Anforderungen zum Gesundheitsschutz ernst nehmen, könnte sie schon etwas zu den Gründen für den hohen Krankenstand der Lehrkräfte an Hamburger Schule sagen.“
Mit diesen Worten kommentierte Klaus Bullan, Vorsitzender der GEW Hamburg, den Bericht über die gestiegene Krankenquote an Hamburger Schulen. Die Tatsache, dass nach der Einführung des Arbeitszeitmodells der Krankenstand zunächst nicht angestiegen ist, lässt nicht den Schluss zu, hier bestünde kein Zusammenhang. Bei der Einführung des Lehrerarbeitszeitmodells ist es nicht geblieben. In den vergangenen vier Jahren hat die Schulbehörde etliche zusätzliche Aufgaben an die Schulen gegeben, mit der Einführung der SVS die Arbeitsstrukturen völlig umgekrempelt und nicht nur an den besonders betroffenen Schulformen Gesamtschule und Sonderschule die Klassenfrequenzen deutlich erhöht.
Den Hinweis, die Krankenquote habe nichts mit der Überalterung der Lehrerschaft zu tun, nennt Klaus Bullan einen Hohn. „Wenn die GEW Veranstaltungen zu dem Thema „Wie komme ich in den Ruhestand?“ anbietet, werden wir förmlich überrannt, so groß ist der Druck“, erklärt der GEW-Vorsitzende. Das sollte die BBS als Hinweis werten, dass insbesondere für ältere Kolleginnen und Kollegen Entlastungen und die Möglichkeit von Altersteilzeit wieder geschaffen werden müssen.
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